Lässt sich mit einer PV-Anlage Strom sparen?

Lässt sich mit einer PV-Anlage Strom sparen?

Jedes Jahr wird der Marktanteil von Photovoltaikanlagen, die auch über einen Speicher verfügen, größer. Während die Kosten für die Installation von Solaranlagen immer weiter sinken, steigen die Kosten für die Erzeugung und den Verbrauch von Strom weiter an. Dadurch erhöht sich der Geldbetrag, der durch den Betrieb von Solaranlagen eingespart werden kann, drastisch. Allein mit einer Photovoltaikanlage kann eine vierköpfige Familie ihre jährliche Stromrechnung leicht um 500 Euro senken, was eine beträchtliche Menge Geld ist. Wir führen die Berechnungen für dich durch.

Die Anschaffung einer Photovoltaikanlage

Wenn es um die Anschaffung einer Photovoltaikanlage geht, sind für manche Verbraucher/innen die finanziellen Überlegungen der wichtigste Motivationsfaktor, während für andere die Umweltvorteile der Solarstromerzeugung Vorrang vor den finanziellen Vorteilen haben.
Derzeit lohnt es sich, den selbst erzeugten Solarstrom zu nutzen und dadurch Geld bei den Stromkosten zu sparen. Die Einspeisevergütung für Solarstrom beträgt etwa 10 Cent pro Kilowattstunde. Denn der Preis pro Kilowattstunde für eine Photovoltaikanlage liegt derzeit nur zwischen 11 und 13 Cent, abhängig von der Ausrichtung der Paneele und dem Aufwand für die Montage. Damit ist der Strom, der vom eigenen Generator erzeugt wird, etwa fünfzig Prozent günstiger als der Strom, der aus der Steckdose kommt.

Wie viel Strom spart man mit Photovoltaik?

Wenn eine Photovoltaikanlage etwa 38 Prozent des Strombedarfs abdecken kann, dann kann eine vierköpfige Familie mit einem Jahresverbrauch von 4.500 Kilowattstunden pro Jahr durch die Installation einer Anlage etwa 500 Euro sparen. Eine Photovoltaikanlage hat also das Potenzial, im Laufe ihrer Lebensdauer etwa 10.000 Euro zu sparen. Das bedeutet, dass sich eine solche Anlage für eine vierköpfige Familie bereits nach neun Jahren amortisiert und das Haushaltsbudget deutlich entlastet.

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PV-Anlage Strom sparen

Ab wann lohnt sich Photovoltaik mit Speicher?

Wenn die Kosten für die Erzeugung und Speicherung einer Kilowattstunde Strom deutlich niedriger sind als die Kosten für den Bezug von Strom aus dem Netz, ist ein Speichersystem rentabel.
In der ersten Hälfte des Jahres 2022 wird der Preis für eine Kilowattstunde Strom aus dem öffentlichen Netz in den meisten Regionen in Deutschland zwischen 35 und 40 Cent liegen. Wenn du dagegen deinen eigenen Strom erzeugst, könnte dich das nicht mehr als 22 Cent pro Kilowattstunde kosten. Warum ist der Preis so viel niedriger?

Weil du einen Teil des Stroms, den du selbst erzeugst, nicht nutzen kannst, sondern ihn an das Netz verkaufen musst. Dadurch erhältst du im Jahr 2022 eine Vergütung von weniger als sieben Cent pro Kilowattstunde, was weniger ist, als es dich kostet, den Strom selbst zu erzeugen. Die Kosteneinsparungen, die du durch die Selbstversorgung erzielst, müssen ausreichen, um die Einnahmeverluste aus dem Verkauf auszugleichen.

Lohnt sich Photovoltaik auch in 2022?

Bei der Betrachtung der Rendite ist der Kauf einer Photovoltaik PV-Anlage im Jahr 2022 so vorteilhaft wie nie zuvor. Vor fast fünfzehn Jahren war der selbst erzeugte Solarstrom nur wegen der hohen Einspeisevergütung rentabel, die damals 50 Cent pro Kilowattstunde betrug. Damals lag der Preis für Photovoltaik (PV)-Anlagen noch bei mehr als 4.000 € pro kWp.
Seitdem sind die Nettopreise pro Kilowattpeak stetig gesunken, vor allem wegen der steigenden Produktionskapazitäten im asiatischen Raum. Heute liegt der Preis für eine Photovoltaik (PV)-Anlage nur noch zwischen 1.200 und 2.000 Euro pro Kilowattpeak. Die Anfangsinvestition für eine Anlage mit 8 kWp kann beispielsweise zwischen 12.000 und 13.000 Euro liegen.
In Verbindung mit einem System zur Speicherung von elektrischer Energie liegt der Preis zwischen 16.000 und 21.000 Euro. Nach dieser einmaligen Investition kann man mit geringen jährlichen Betriebskosten von 200 bis 500 Euro für eine PV-Anlage rechnen.

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Photovoltaik Rendite Lüge – Ist da was drann?

Ab und zu hört man jemanden über die „Renditelüge Photovoltaik“ sprechen. Nachdem sie mit Photovoltaikanlagen finanzielle Verluste erlitten haben, glauben einige Investoren und Besitzer solcher Anlagen nun, dass die Branche als Ganzes von Anfang an dem Untergang geweiht war. Anekdoten können jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Photovoltaik auch rentabel sein kann, wenn man die Zahlen richtig macht.

Wenn du ein Angebot für eine brandneue Photovoltaikanlage abgibst, sollte immer eine Berechnung der Wirtschaftlichkeit der Anlage vorliegen. In die Berechnung fließen sowohl die Einspeisevergütung als auch die Eigenverbrauchsoption ein. Um die Rentabilität der Photovoltaik zu erhöhen, plädieren viele Dienstleister für einen idealisierten hohen Eigenverbrauchsgrad, der zwischen 40 und 80 Prozent liegt. Es ist möglich, dass eine Anlage je nach Größe 10-30% ihres eigenen Stroms durch Photovoltaik-Eigenverbrauch erzeugt.